02 Nov

Collaborativerockers vorerst nur zum zeitsouveränen Nachhören

Da wir in letzter Zeit äußerst schlecht total katastrophal darin waren verbindliche und regelmäßige Termine einzuhalten – und eine großartige Änderung berufsbedingt derzeit auch nicht in Sicht ist – verzichten wir vorerst darauf unsere Aufzeichnungen live zu streamen. Live war von Anfang an ein Experiment, dass mal mehr, mal weniger gut funktioniert hat. Es einzustellen, hat vor allem zwei recht pragmatische Gründe.

Wenn man etwas versucht, dann sollte es zumindest gut vorbereitet sein. Während der letzten Sendungen war die Vorbereitungszeit allerdings sehr knapp bemessen. Ich hatte selten Zeit das Setup am Tag zuvor zu testen und am Tag der Folge war ebenso wenig Zeit dafür da – man kommt nach Hause, schmeißt die Klamotten in die Ecke und fängt auch schon an. Es ist nicht gesagt, dass sich das nicht auch noch einmal ändert. Wenn sich die Situation bei uns wieder ein wenig entspannt hat, dann versuchen wir es vielleicht auch noch einmal mit diesem Live-Ding.

Der zweite Grund fällt ein wenig in die Kategorie Henne-Ei-Problem. Die Motivation etwas live zu versenden kann man nur aufrecht erhalten, wenn es sich (zumindest gefühlt) lohnt, man also wenigstens ein paar Menschen erreicht. Eine Band möchte ja auch nicht ständig vor leerem Parkett spielen. Wir hatten während der live gestreamten Folgen meist “nur” eine Handvoll Zuhörer – jenen allerdings unser herzlichster Dank! Das ist sicher zum einen oftmals der gleichzeitig stattfindenden Podcasterei (ich will ja das Wort Konkurrenz vermeiden) geschuldet, zum anderen aber auch der Tatsache, dass unsere Termine immer recht unregelmäßig stattfanden und nicht selten auch verschoben wurden. Aus meiner Sicht funktioniert dieses Ding am besten, wenn man der geneigten Zuhörerschaft einen verlässlichen Rhythmus bietet. Nur dann kann auch im Livebetrieb sukzessive ein größeres wachsen.

Also, wenn wir das mit den verlässlich regelmäßigen Terminen mal auf die Reihe bekommen und dann auch die Vorbereitungszeit etwas entspannter ist, gehen wir das Experiment Live vielleicht noch einmal an. Bis dahin bleibt uns bitte zeitsouverän gewogen!

Wir hören uns in Eurem Podcatcher!

*crM

P.S.: und keine Sorge, wir haben noch lange nicht vor die Sache zu beenden! 😉

P.P.S: unter Termine findet Ihr aber weiterhin den Kalender mit den geplanten Aufzeichnungen, mit den entsprechenden Veröffentlichungen ist dann in der Regel jeweils am Folgetag zu rechnen.

Bild von ashley.adcox

16 Apr

Technik

Mittlerweile nutze ich eine ganze Reihe von Gerätschaft, die ich je nach Ort und Zweck zusammenstelle.

Das Equipment

Stationär

Mobil
Im Ausseneinsatz

Die Audiobearbeitung (Postprocessing)

Bei der Audiobearbeitung verlasse ich mich, nachdem ich sehr lange herumprobiert habe, auf einen recht eingespielten Workflow:

  • Aufnahme mit Ableton Live oder Reaper
    Über das Firewire-Interface nehme ich mittlerweile multitrack auf, d.h. jeder Sprecher und die Einspieler laufen auf jeweils eigenen Spuren. Das macht zwar die Datei größer, erlaubt mir aber im Nachgang für jede Spur einzeln an der Qualität zu schrauben bzw. auch das Ersetzen einer Skype-Spur durch eine lokal aufgenomme Spur (Double-Ender). Mittlerweile nutze ich für die qualitative Nachbearbeitung fast ausschließlich Auphonic, es ließe sich aber auch händisch das Angleichen der Lautstärken und etwas Speech-Enhancing (z.B. De-EsserLow Cut, etc.) betreiben.
  • Nach dem finalen Schnitt (in der Regel vorn und hinten ein wenig Luft weg), fällt aus der DAW dann in der Regel ein AIFF-File zur Weiterverarbeitung in Auphonic.
  • Auphonic wendet dann NormalisierungLevellingFiltering und Störgeräuschunterdrückung und ggf. Brummreduzierung an. Anschließend erfolgt das Ausspielen in die entsprechenden Distributionsformate MP3OGGHE-AAC (MP4), und OPUS, oder was man auch immer haben möchte. Dabei werden die Dateien auch gleich mit den entsprechenden Metadaten versehen und laufen automatisch per FTP auf den angegebenen Server. Noch spannender dürfte es in Zukunft werden, da Auphonic regelmäßig neue Funktionen einbaut – ein wichtiges Feature dürfte die Verarbeitung von Mehrspuraufnahmen sein.

Wer es etwas genauer wissen möchte, was Auphonic ist, macht und plant, dem sei Der Lautsprecher, Episode 7 empfohlen.

07 Jan

Collaborative Rockers nehmen sich einen Anwalt!

…aber als Gast! Wir freuen uns Euch in der nächsten Folge einen Advokaten des Teufels (bildlich gesprochen) zu präsentieren.

Leider muss das als Teaser ausreichen, da der crM momentan aus persönlichen Gründen nicht den Kopf frei hat für eine neue Folge. Wir wollen aber schauen, dass wir bald wieder Fahrt aufnehmen. Bleibt uns treu, manchmal schlägt das Leben eben einfach zu.

Cheers

crK

11 Jun

All wired up!

Wie kürzlich im Beitrag versprochen, verblogge ich mein Setup und besonders meine Verkabelung mal hier und drüben bei mfromm.de, sobald es funktional erscheint. Warum? Sharing is caring – ich hab ja auch genügend Tipps per Kommentar (danke @monoxyd), Mail (danke @nsemak) und aus anderen Blogbeiträgen (danke @holgi@philipbanse@timpritlove) erhalten. Zeit für mich etwas zurückzugeben und nach der gestrigen Aufnahme der neuen Collaborativerockers-Folge (die ich hoffentlich noch dieses Wochenende veröffentlichen kann) mal das funktionierende Setup aufzuschreiben.

Setup

Das gestrige Setup hat sich (zum ersten Mal wie ich zugeben muss) sowhl zur Aufnahme, als auch zum Streaming als tauglich herausgestellt. Im Einsatz hatte einen Desktop-Rechner auf dem Skype lief, ein Macbook Pro für die Aufnahme und das Streaming, ein zweites Notebook für Einspieler (könnte man sicher auch vom Macbook machen), ein Mischpult Behringer XENYX X1222USB ( für den Main Mix), ein Mini-Mischpult Behringer XENYX 502 für Skype, ein USB-Audio-Interface (Behringer UCA200), ein Headset Beyerdynamic DT297PV sowie einen Kopfhörerverstärker (Millenium HA-4).

Verkabelung

Auf dem Desktop-Rechner lief Skype (mit 2 Personen in Konferenzschaltung), das Signal läuft via USB über das Audio-USB-Interface via Cinch (in-out) in das Minimischpult X502 (CD/Tape To Mix ist aktiviert, Main Mix auf Stufe 0). Von dort aus geht das Signal über Main-Out via Cinch>Großklinke in den Mono-Line-In (Kanal 9/10) des großen Mischpult X1222USB (Gain in Mittelstellung, also auf 0).

Meine Stimme geht via Headset in den phantomgespeisten XLR-Eingang (Kanal 1), wobei der Gain etwas weiter als in Mittelstellung auf ist. Gleichzeitig ist der Kompressor etwas aufgedreht (eine Stufe nach 0).

Das zweite Notebook für die Einspieler gibt das Signal über den normalen Audioausgang (Kopfhörer) via Kleinklinke>Großklinke-Kabel in den Mono-Line-In (Kanal 11/12) des großen X1222USB – dabei ist der Gain auf Viertel-Nach-Stellung.

Zum Monitoring geht das Gesamtsignal über den Phones-Out-Ausgang des X1222USB via Großklinke>Großklinke in den Input des Kopfhörer-Verstärker und an einem der Output-Kanäle des Verstärkers hängt des Headset DT297PV.

Damit sich die Skype-User nicht selbst hören, aber alles andere (mich, Einspieler, etc.) habe ich das n-1 Signal über die Aux-Regler des X1222USB geregelt. Dabei ist der Aux-Kanal meines DT297PV (Kanal 1) auf Viertel-Stellung, der Aux-Kanal des Desktop mit Skype (Kanal 9/10) ist auf Nullstellung und der Aux-Kanal des zweiten Notebooks für die Einspieler (Kanal 11/12) ist ebenso auf Viertel-Stellung. Das ganze geht dann über MON SEND via Großklinke>Kleinklinke zurück in den Line-In des Desktop-Rechners, der dann als Input für Skype eingestellt wird.

Das große Mischpult X1222USB mixt dann Skype, Einspieler und mein Mikrosignal zusammen und das ganze geht via USB in den Mac. Aufgenzeichnet habe ich mitGarageband und gestreamt hätte ich mit Nicecast. Im Test hat das Streaming auch ganz gut funktioniert, leider konnten wir im Podcast dann nicht mehr streamen, da Nicecast in der kostenlosen Version nach 60min nur noch Geräusch sendet. Für mehr als 60min Streaming muss ich wohl mal die 40$ in die Vollversion investieren.

Ich habe gestern Abend noch einmal in die finale Aufnahme reingehört und sie klingt anständig. Ich hab sie natürlich noch nicht zu Ende gehört, wer weiß was sie noch für Überraschungen bereithält. Aber dieses Setup und Verkabelung macht mir alles in allem einen recht funktionalen Eindruck.

Next

Die nächste Mission ist es nun mit diesem oder einem veränderten Setup eine Multitrackaufnahme hinzubekommen. Geht das überhaupt, wenn der Main-Mix nur über eine einzelne USB-Schnittstelle in den Rechner geht? Mal sehen…

Ausserdem wird wohl beim nächsten Mal das Zoom wieder als Aufnahmesicherung mitlaufen – sicher ist sicher. Dürfte sich ja leicht bewerkstelligen lassen, einen der Ausgabekanäle (es sind ja noch zwei XLR-Main-Out verfügbar) ins R16 zu tun.

Tipps, Hinweise oder Sonstiges ist natürlich wie immer gern in den Kommentaren gesehen. Grüße in den Äther!

P.S.: ich werde in den kommenden Tagen noch eine Skizze nachreichen um das ganze mal zu visualisieren – sozusagen mein eigenes, kleines, stümperhaftes Signalfluß- und Belegungsdiagramm…oder so. 😉

Bildrechte:
Oberstes Bild eigene Aufnahme // mittleres und unteres Bild ©Behringer
31 Mai

Signal rein, Signal raus – dazwischen Mysterium

Es kommen sporadisch immer mal wieder Fragen bezüglich des Setups. An vielen anderen Stellen (z.B. hier, hier, hier, hier und hier) ist ja auch schon was dazu gepostet worden – und dann sicher schon einiges informativer und qualitativ hochwertiger als bei uns, was uns nicht abhalten soll – ich denke aber, es kann nicht schaden, wenn wir es dem gleichtun. Das Internet kann ja nicht voll genug mit Tipps für zukünftige Podcaster sein. Daher gibt’s jetzt mal einen kurzen Post dazu, was wir benutzen und wie wir es benutzen bzw. benutzen wollen. Zuvor sollen aber ein paar Dinge nicht ungenannt bleiben:

  1. Wir sind Amateure.
  2. Wir verdienen kein Geld mit dem was wir hier tun und haben auch nicht den Anspruch dies zu tun. Dennoch wollen wir eine gute Qualität.
  3. Auch wir sind noch einiges entfernt von dem Setting und der Qualität, die wir uns vorstellen. Besonders das größere Mischpult stellt mich noch vor einige Herausforderungen, was Kanäle und Signalwege angeht.
  4. Wir benutzen maßgeblich Amateur-Equipment, das sich so nach und nach angesammelt hat.
  5. Die Herausforderung liegt nicht unbedingt im Equipment, sondern in der Verkabelung, um z.B. eine reine n-1 Aufnahme zu erzielen.



Das Equipment

Setup vor Ort bei crM:

Setup vor Ort bei crK:



Die Verkabelung (Setup)

Momentan (erwiesenermaßen funktionierendes Setup) laufen die Headsets in das R16, hinzu kommt die Audiospur aus dem Rechner (auf der crK via Skype läuft) und ein zweites Audiogerät für Einspieler (MP3-Player oder zweiter Rechner) auf jeweils einem eigenen Kanal. Aufgenommen wird dann wahlweise auf dem R16 (8GB SD) oder das R16 fungiert als USB-Audio-Interface und aufgenommen wird auf einem Rechner. Dieses Setup bringt jedoch die Nachteile mit sich, dass ich via Skype kein schönes Signal zurückgeben kann (kein mix minus 1) und dass die Audioqualität der Einspieler von den genutzten Geräten und Kabeln beeinflusst wird.

In Zukunft soll es aber einen klare “mix minus 1” (N-1) Aufnahme geben, dafür soll der große X1222-Mixer herhalten. Bei diesem dürfte man eigentlich über die verschiedenen Aux-Einstellungen auch einen solchen Mix erzeugen können. Somit dürfte sich das Problem mit dem Rücksignal für Skype, als auch mit einem qualitativ guten Main-Mix-Signal für die Aufnahme und Streaming meistern lassen.

An dieser Stelle probiere ich (crM) gerade herum. Das Ergebnis werde ich hier auf jeden Fall dokumentieren und wenn sich ein funktionales Setup und Wiring gefunden hat, dann stelle ich es hier auch gern detailliert dar. An dieser Stelle sind wir natürlich ebenso dankbar für Tipps und Tricks jeder Art (immer rein in die Kommentare)!

Die Audiobearbeitung (Postprocessing)

Bisher kam für die Bearbeitung immer Audacity und CNC Levelator zum Einsatz, damit fährt man auf jeden Fall nicht allzu schlecht. Mit dem neuen Equipment (gerade das X1222 und das MacbookPro) probiere ich gerade einige andere Software aus. Hier mal einen kleine Liste

Von den Schritten her ist’s bisher auch recht grundsätzlich: ggf. die vor-Ort-Skype-Aufnahme von crK importieren, hinten und vorn die Luft wegschneiden, Normalisieren, Komprimieren, Normalisieren, Ausspielen in WAV oder AIFF (für Levelator), Auspegeln (Levelator), Ausspielen in MP3.

Wie schon gesagt, das gesamte Setup und Processing (Verkabelung, Signalwege, Nachbearbeitung) ist noch im Probierstadium. Sobald wir eine taugliche Variante gefunden haben, wird diese hier verbloggt. Für Tipps sind wir aber immer dankbar!

Ganz zum Schluß ein Tipp, den alle Podcaster und Podcastfans sehr wahrscheinlich schon kennen, der hier aber trotzdem nicht unerwartet bleiben soll: Der Lautsprecher. In Kurzform: Tim Pritlove erklärt die ganzen vielen Aspekte des Podcastings. Und zwar Stück für Stück.

Update:

Im Hammer-Blog schreibt Sleazis heute einen Blogpost der inhaltlich eine passende Erweiterung zum Podcast sein könnte. Schaut mal rein!

29 Dez

Kurz vor dem Startschuss

Heute habe ich bereits in meinen anderen beiden Blogs ein kurzes Resümee des Jahres 2010 gezogen und einen Ausblick auf 2011 geworfen. Unter anderem habe ich dabei versucht zu ordnen welche Aktivitäten in den besagten anderen Blogs, aber auch hier auf collaborativerockers.de geplant sind. Besonders letzteren Absatz möchte ich natürlich auch hier noch einmal spiegeln:

Collaborativerockers ist ein Konstrukt ein Projekt eine Idee, die mein „Bruder im Geiste“ und ich es schon sehr lange im Hinterkopf haben, schon öfter einmal mit Leben zu füllen versuchten, und der wir uns jetzt ernsthaft verpflichtet haben.

Unter Collaborativerockers.de entsteht sukzessive eine Plattform, auf der wir uns einem Podcast-Projekt widmen wollen. Wir werden uns in unregelmäßig-regelmäßigen Abständen real oder virtuell treffen, um über Hinz und Kunz zu reden. Unsere Aufmerksamkeit wird dabei sicher auf Themen wie Musik, Film, Literatur, Abenteuer und Netzkultur liegen, aber es wird sich auch immer wieder mal um Themen wie Gesellschaft, Politik, Religion, Fernsehen, Technik, Wissenschaft und Lifestyle (die guten Seiten des Lebens) drehen. Wir haben eine grundlegende Vorstellung und einen augenscheinlich recht guten Plan, was das Format angeht. Aber wie das mit Plänen so ist, wir werden sehen inwieweit alles so funktioniert. Auch hier gilt wahrscheinlich: Fortschritt ist Rückschritt.

Flankiert wird das Projekt von der entsprechenden Facebook-Fanpage und dem passenden Twitter-Account @collabRockers. Aber ACHTUNG: gerade designtechnisch sind wir bei weitem noch nicht da, wo wir gern hin wollen. Aber das ist ein Prozess, wie so vieles im Leben. Und schließlich hapert es bei vielen Projekten vor allem am Start, denn so einige Projekte kommen nie über eine Planungsphase hinaus. Daher legen wir einfach einmal los. Die Aufzeichnung der ersten Folge ist übrigens für den 30.12.2010 geplant, sie dürfte dann in der ersten Januarwoche 2011 online gehen.

Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir über die Zeit ein paar Hörer erreichen können! 😉