16 Apr

Technik

Mittlerweile nutze ich eine ganze Reihe von Gerätschaft, die ich je nach Ort und Zweck zusammenstelle.

Das Equipment

Stationär

Mobil
Im Ausseneinsatz

Die Audiobearbeitung (Postprocessing)

Bei der Audiobearbeitung verlasse ich mich, nachdem ich sehr lange herumprobiert habe, auf einen recht eingespielten Workflow:

  • Aufnahme mit Ableton Live oder Reaper
    Über das Firewire-Interface nehme ich mittlerweile multitrack auf, d.h. jeder Sprecher und die Einspieler laufen auf jeweils eigenen Spuren. Das macht zwar die Datei größer, erlaubt mir aber im Nachgang für jede Spur einzeln an der Qualität zu schrauben bzw. auch das Ersetzen einer Skype-Spur durch eine lokal aufgenomme Spur (Double-Ender). Mittlerweile nutze ich für die qualitative Nachbearbeitung fast ausschließlich Auphonic, es ließe sich aber auch händisch das Angleichen der Lautstärken und etwas Speech-Enhancing (z.B. De-EsserLow Cut, etc.) betreiben.
  • Nach dem finalen Schnitt (in der Regel vorn und hinten ein wenig Luft weg), fällt aus der DAW dann in der Regel ein AIFF-File zur Weiterverarbeitung in Auphonic.
  • Auphonic wendet dann NormalisierungLevellingFiltering und Störgeräuschunterdrückung und ggf. Brummreduzierung an. Anschließend erfolgt das Ausspielen in die entsprechenden Distributionsformate MP3OGGHE-AAC (MP4), und OPUS, oder was man auch immer haben möchte. Dabei werden die Dateien auch gleich mit den entsprechenden Metadaten versehen und laufen automatisch per FTP auf den angegebenen Server. Noch spannender dürfte es in Zukunft werden, da Auphonic regelmäßig neue Funktionen einbaut – ein wichtiges Feature dürfte die Verarbeitung von Mehrspuraufnahmen sein.

Wer es etwas genauer wissen möchte, was Auphonic ist, macht und plant, dem sei Der Lautsprecher, Episode 7 empfohlen.

11 Jun

All wired up!

Wie kürzlich im Beitrag versprochen, verblogge ich mein Setup und besonders meine Verkabelung mal hier und drüben bei mfromm.de, sobald es funktional erscheint. Warum? Sharing is caring – ich hab ja auch genügend Tipps per Kommentar (danke @monoxyd), Mail (danke @nsemak) und aus anderen Blogbeiträgen (danke @holgi@philipbanse@timpritlove) erhalten. Zeit für mich etwas zurückzugeben und nach der gestrigen Aufnahme der neuen Collaborativerockers-Folge (die ich hoffentlich noch dieses Wochenende veröffentlichen kann) mal das funktionierende Setup aufzuschreiben.

Setup

Das gestrige Setup hat sich (zum ersten Mal wie ich zugeben muss) sowhl zur Aufnahme, als auch zum Streaming als tauglich herausgestellt. Im Einsatz hatte einen Desktop-Rechner auf dem Skype lief, ein Macbook Pro für die Aufnahme und das Streaming, ein zweites Notebook für Einspieler (könnte man sicher auch vom Macbook machen), ein Mischpult Behringer XENYX X1222USB ( für den Main Mix), ein Mini-Mischpult Behringer XENYX 502 für Skype, ein USB-Audio-Interface (Behringer UCA200), ein Headset Beyerdynamic DT297PV sowie einen Kopfhörerverstärker (Millenium HA-4).

Verkabelung

Auf dem Desktop-Rechner lief Skype (mit 2 Personen in Konferenzschaltung), das Signal läuft via USB über das Audio-USB-Interface via Cinch (in-out) in das Minimischpult X502 (CD/Tape To Mix ist aktiviert, Main Mix auf Stufe 0). Von dort aus geht das Signal über Main-Out via Cinch>Großklinke in den Mono-Line-In (Kanal 9/10) des großen Mischpult X1222USB (Gain in Mittelstellung, also auf 0).

Meine Stimme geht via Headset in den phantomgespeisten XLR-Eingang (Kanal 1), wobei der Gain etwas weiter als in Mittelstellung auf ist. Gleichzeitig ist der Kompressor etwas aufgedreht (eine Stufe nach 0).

Das zweite Notebook für die Einspieler gibt das Signal über den normalen Audioausgang (Kopfhörer) via Kleinklinke>Großklinke-Kabel in den Mono-Line-In (Kanal 11/12) des großen X1222USB – dabei ist der Gain auf Viertel-Nach-Stellung.

Zum Monitoring geht das Gesamtsignal über den Phones-Out-Ausgang des X1222USB via Großklinke>Großklinke in den Input des Kopfhörer-Verstärker und an einem der Output-Kanäle des Verstärkers hängt des Headset DT297PV.

Damit sich die Skype-User nicht selbst hören, aber alles andere (mich, Einspieler, etc.) habe ich das n-1 Signal über die Aux-Regler des X1222USB geregelt. Dabei ist der Aux-Kanal meines DT297PV (Kanal 1) auf Viertel-Stellung, der Aux-Kanal des Desktop mit Skype (Kanal 9/10) ist auf Nullstellung und der Aux-Kanal des zweiten Notebooks für die Einspieler (Kanal 11/12) ist ebenso auf Viertel-Stellung. Das ganze geht dann über MON SEND via Großklinke>Kleinklinke zurück in den Line-In des Desktop-Rechners, der dann als Input für Skype eingestellt wird.

Das große Mischpult X1222USB mixt dann Skype, Einspieler und mein Mikrosignal zusammen und das ganze geht via USB in den Mac. Aufgenzeichnet habe ich mitGarageband und gestreamt hätte ich mit Nicecast. Im Test hat das Streaming auch ganz gut funktioniert, leider konnten wir im Podcast dann nicht mehr streamen, da Nicecast in der kostenlosen Version nach 60min nur noch Geräusch sendet. Für mehr als 60min Streaming muss ich wohl mal die 40$ in die Vollversion investieren.

Ich habe gestern Abend noch einmal in die finale Aufnahme reingehört und sie klingt anständig. Ich hab sie natürlich noch nicht zu Ende gehört, wer weiß was sie noch für Überraschungen bereithält. Aber dieses Setup und Verkabelung macht mir alles in allem einen recht funktionalen Eindruck.

Next

Die nächste Mission ist es nun mit diesem oder einem veränderten Setup eine Multitrackaufnahme hinzubekommen. Geht das überhaupt, wenn der Main-Mix nur über eine einzelne USB-Schnittstelle in den Rechner geht? Mal sehen…

Ausserdem wird wohl beim nächsten Mal das Zoom wieder als Aufnahmesicherung mitlaufen – sicher ist sicher. Dürfte sich ja leicht bewerkstelligen lassen, einen der Ausgabekanäle (es sind ja noch zwei XLR-Main-Out verfügbar) ins R16 zu tun.

Tipps, Hinweise oder Sonstiges ist natürlich wie immer gern in den Kommentaren gesehen. Grüße in den Äther!

P.S.: ich werde in den kommenden Tagen noch eine Skizze nachreichen um das ganze mal zu visualisieren – sozusagen mein eigenes, kleines, stümperhaftes Signalfluß- und Belegungsdiagramm…oder so. 😉

Bildrechte:
Oberstes Bild eigene Aufnahme // mittleres und unteres Bild ©Behringer
31 Mai

Signal rein, Signal raus – dazwischen Mysterium

Es kommen sporadisch immer mal wieder Fragen bezüglich des Setups. An vielen anderen Stellen (z.B. hier, hier, hier, hier und hier) ist ja auch schon was dazu gepostet worden – und dann sicher schon einiges informativer und qualitativ hochwertiger als bei uns, was uns nicht abhalten soll – ich denke aber, es kann nicht schaden, wenn wir es dem gleichtun. Das Internet kann ja nicht voll genug mit Tipps für zukünftige Podcaster sein. Daher gibt’s jetzt mal einen kurzen Post dazu, was wir benutzen und wie wir es benutzen bzw. benutzen wollen. Zuvor sollen aber ein paar Dinge nicht ungenannt bleiben:

  1. Wir sind Amateure.
  2. Wir verdienen kein Geld mit dem was wir hier tun und haben auch nicht den Anspruch dies zu tun. Dennoch wollen wir eine gute Qualität.
  3. Auch wir sind noch einiges entfernt von dem Setting und der Qualität, die wir uns vorstellen. Besonders das größere Mischpult stellt mich noch vor einige Herausforderungen, was Kanäle und Signalwege angeht.
  4. Wir benutzen maßgeblich Amateur-Equipment, das sich so nach und nach angesammelt hat.
  5. Die Herausforderung liegt nicht unbedingt im Equipment, sondern in der Verkabelung, um z.B. eine reine n-1 Aufnahme zu erzielen.



Das Equipment

Setup vor Ort bei crM:

Setup vor Ort bei crK:



Die Verkabelung (Setup)

Momentan (erwiesenermaßen funktionierendes Setup) laufen die Headsets in das R16, hinzu kommt die Audiospur aus dem Rechner (auf der crK via Skype läuft) und ein zweites Audiogerät für Einspieler (MP3-Player oder zweiter Rechner) auf jeweils einem eigenen Kanal. Aufgenommen wird dann wahlweise auf dem R16 (8GB SD) oder das R16 fungiert als USB-Audio-Interface und aufgenommen wird auf einem Rechner. Dieses Setup bringt jedoch die Nachteile mit sich, dass ich via Skype kein schönes Signal zurückgeben kann (kein mix minus 1) und dass die Audioqualität der Einspieler von den genutzten Geräten und Kabeln beeinflusst wird.

In Zukunft soll es aber einen klare “mix minus 1” (N-1) Aufnahme geben, dafür soll der große X1222-Mixer herhalten. Bei diesem dürfte man eigentlich über die verschiedenen Aux-Einstellungen auch einen solchen Mix erzeugen können. Somit dürfte sich das Problem mit dem Rücksignal für Skype, als auch mit einem qualitativ guten Main-Mix-Signal für die Aufnahme und Streaming meistern lassen.

An dieser Stelle probiere ich (crM) gerade herum. Das Ergebnis werde ich hier auf jeden Fall dokumentieren und wenn sich ein funktionales Setup und Wiring gefunden hat, dann stelle ich es hier auch gern detailliert dar. An dieser Stelle sind wir natürlich ebenso dankbar für Tipps und Tricks jeder Art (immer rein in die Kommentare)!

Die Audiobearbeitung (Postprocessing)

Bisher kam für die Bearbeitung immer Audacity und CNC Levelator zum Einsatz, damit fährt man auf jeden Fall nicht allzu schlecht. Mit dem neuen Equipment (gerade das X1222 und das MacbookPro) probiere ich gerade einige andere Software aus. Hier mal einen kleine Liste

Von den Schritten her ist’s bisher auch recht grundsätzlich: ggf. die vor-Ort-Skype-Aufnahme von crK importieren, hinten und vorn die Luft wegschneiden, Normalisieren, Komprimieren, Normalisieren, Ausspielen in WAV oder AIFF (für Levelator), Auspegeln (Levelator), Ausspielen in MP3.

Wie schon gesagt, das gesamte Setup und Processing (Verkabelung, Signalwege, Nachbearbeitung) ist noch im Probierstadium. Sobald wir eine taugliche Variante gefunden haben, wird diese hier verbloggt. Für Tipps sind wir aber immer dankbar!

Ganz zum Schluß ein Tipp, den alle Podcaster und Podcastfans sehr wahrscheinlich schon kennen, der hier aber trotzdem nicht unerwartet bleiben soll: Der Lautsprecher. In Kurzform: Tim Pritlove erklärt die ganzen vielen Aspekte des Podcastings. Und zwar Stück für Stück.

Update:

Im Hammer-Blog schreibt Sleazis heute einen Blogpost der inhaltlich eine passende Erweiterung zum Podcast sein könnte. Schaut mal rein!

05 Apr

Folge V: On Testing Grounds (cr005)

Nicht nur in der Informatik, beim Kochen, oder Automobilentwicklung spielt das Testen eine Rolle, sondern auch beim Podcasten – so zumindest bei uns. Nachdem wir vor Kurzem erst ein neues Aufnahmegerät angeschafft haben (den Zoom R16), sind in diesem Monat noch einmal ein paar Kröten in die Taschen der großen Audiozubehörhersteller geflossen. Dieses Mal allerdings in die DT297 PV MKII, eine Hör-Sprech-Kombination aus dem Hause Beyerdynamic; und die will schließlich ausprobiert werden! Ausserdem probieren wir gerade ein wenig am Design herum, sodass ein neuer Post auch nicht schadet – mal ganz davon abgesehen, dass wir ein wenig die Zeit von Folge zu Folge verkürzen.
Dieses Mal war crM übrigens allein (weil crK väterlich verhindert war) und hat ein wenig über das Podcasting und einen Teil seiner Pod-Roll gesprochen. Es war spät, crM war müde, aber was soll’s. Ihr könnt ja immer noch abschalten.

Viel Vergnügen beim Anhören!

Hier die Themen:

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