16 Apr

Technik

Mittlerweile nutze ich eine ganze Reihe von Gerätschaft, die ich je nach Ort und Zweck zusammenstelle.

Das Equipment

Stationär

Mobil
Im Ausseneinsatz

Die Audiobearbeitung (Postprocessing)

Bei der Audiobearbeitung verlasse ich mich, nachdem ich sehr lange herumprobiert habe, auf einen recht eingespielten Workflow:

  • Aufnahme mit Ableton Live oder Reaper
    Über das Firewire-Interface nehme ich mittlerweile multitrack auf, d.h. jeder Sprecher und die Einspieler laufen auf jeweils eigenen Spuren. Das macht zwar die Datei größer, erlaubt mir aber im Nachgang für jede Spur einzeln an der Qualität zu schrauben bzw. auch das Ersetzen einer Skype-Spur durch eine lokal aufgenomme Spur (Double-Ender). Mittlerweile nutze ich für die qualitative Nachbearbeitung fast ausschließlich Auphonic, es ließe sich aber auch händisch das Angleichen der Lautstärken und etwas Speech-Enhancing (z.B. De-EsserLow Cut, etc.) betreiben.
  • Nach dem finalen Schnitt (in der Regel vorn und hinten ein wenig Luft weg), fällt aus der DAW dann in der Regel ein AIFF-File zur Weiterverarbeitung in Auphonic.
  • Auphonic wendet dann NormalisierungLevellingFiltering und Störgeräuschunterdrückung und ggf. Brummreduzierung an. Anschließend erfolgt das Ausspielen in die entsprechenden Distributionsformate MP3OGGHE-AAC (MP4), und OPUS, oder was man auch immer haben möchte. Dabei werden die Dateien auch gleich mit den entsprechenden Metadaten versehen und laufen automatisch per FTP auf den angegebenen Server. Noch spannender dürfte es in Zukunft werden, da Auphonic regelmäßig neue Funktionen einbaut – ein wichtiges Feature dürfte die Verarbeitung von Mehrspuraufnahmen sein.

Wer es etwas genauer wissen möchte, was Auphonic ist, macht und plant, dem sei Der Lautsprecher, Episode 7 empfohlen.

13 Nov

Folge XV: Sailing Conductors (cr015)

Hannes (re.) und Ben auf der Marianne (©Sailing Conductors)

Wie in den letzten Folgen schon schweifen wir auch in dieser Folge in die Ferne. Bei weitem aber nicht so weit wie in der Science-Fiction Folge, sondern “nur” nach Thailand. “Dort” treffen wir Smutje Hannes von den Sailing Conductors, die mit ihrem Boot (der Marianne) von Australien nach Deutschland segeln und unterwegs Musiker besuchen. Am besten beschreiben sie es selbst: “Während unserer zweijährigen Reise von Australien nach Deutschland, sollen auf fünf Kontinenten in etwa dreißig Ländern hunderte Musiker aufgenommen werden. Über die Zeit entstehen so Lieder von mehreren Künstlern, die sich persönlich nie begegnet sind. Denn jede Aufnahme findet zeitlich‐ und räumlich getrennt von der anderen statt.” Wir haben mit Hannes über die Sailing Conductors, ihre Reise, ihr Projekt und die Zukunft gesprochen, was überaus spannend und sehr unterhaltsam für uns war.

Am Anfang und hin und wieder einmal zwischendurch nervt Skype ein wenig durch Delay und Fragmentisierung, außerdem hat crK noch immer kein Mikro (!!!) – ich hoffe Ihr seht uns das nach. Ansonsten bleibt uns, Euch viel Spaß beim Hören zu wünschen.

Hier die Themen im Einzelnen:
31 Mai

Signal rein, Signal raus – dazwischen Mysterium

Es kommen sporadisch immer mal wieder Fragen bezüglich des Setups. An vielen anderen Stellen (z.B. hier, hier, hier, hier und hier) ist ja auch schon was dazu gepostet worden – und dann sicher schon einiges informativer und qualitativ hochwertiger als bei uns, was uns nicht abhalten soll – ich denke aber, es kann nicht schaden, wenn wir es dem gleichtun. Das Internet kann ja nicht voll genug mit Tipps für zukünftige Podcaster sein. Daher gibt’s jetzt mal einen kurzen Post dazu, was wir benutzen und wie wir es benutzen bzw. benutzen wollen. Zuvor sollen aber ein paar Dinge nicht ungenannt bleiben:

  1. Wir sind Amateure.
  2. Wir verdienen kein Geld mit dem was wir hier tun und haben auch nicht den Anspruch dies zu tun. Dennoch wollen wir eine gute Qualität.
  3. Auch wir sind noch einiges entfernt von dem Setting und der Qualität, die wir uns vorstellen. Besonders das größere Mischpult stellt mich noch vor einige Herausforderungen, was Kanäle und Signalwege angeht.
  4. Wir benutzen maßgeblich Amateur-Equipment, das sich so nach und nach angesammelt hat.
  5. Die Herausforderung liegt nicht unbedingt im Equipment, sondern in der Verkabelung, um z.B. eine reine n-1 Aufnahme zu erzielen.



Das Equipment

Setup vor Ort bei crM:

Setup vor Ort bei crK:



Die Verkabelung (Setup)

Momentan (erwiesenermaßen funktionierendes Setup) laufen die Headsets in das R16, hinzu kommt die Audiospur aus dem Rechner (auf der crK via Skype läuft) und ein zweites Audiogerät für Einspieler (MP3-Player oder zweiter Rechner) auf jeweils einem eigenen Kanal. Aufgenommen wird dann wahlweise auf dem R16 (8GB SD) oder das R16 fungiert als USB-Audio-Interface und aufgenommen wird auf einem Rechner. Dieses Setup bringt jedoch die Nachteile mit sich, dass ich via Skype kein schönes Signal zurückgeben kann (kein mix minus 1) und dass die Audioqualität der Einspieler von den genutzten Geräten und Kabeln beeinflusst wird.

In Zukunft soll es aber einen klare “mix minus 1” (N-1) Aufnahme geben, dafür soll der große X1222-Mixer herhalten. Bei diesem dürfte man eigentlich über die verschiedenen Aux-Einstellungen auch einen solchen Mix erzeugen können. Somit dürfte sich das Problem mit dem Rücksignal für Skype, als auch mit einem qualitativ guten Main-Mix-Signal für die Aufnahme und Streaming meistern lassen.

An dieser Stelle probiere ich (crM) gerade herum. Das Ergebnis werde ich hier auf jeden Fall dokumentieren und wenn sich ein funktionales Setup und Wiring gefunden hat, dann stelle ich es hier auch gern detailliert dar. An dieser Stelle sind wir natürlich ebenso dankbar für Tipps und Tricks jeder Art (immer rein in die Kommentare)!

Die Audiobearbeitung (Postprocessing)

Bisher kam für die Bearbeitung immer Audacity und CNC Levelator zum Einsatz, damit fährt man auf jeden Fall nicht allzu schlecht. Mit dem neuen Equipment (gerade das X1222 und das MacbookPro) probiere ich gerade einige andere Software aus. Hier mal einen kleine Liste

Von den Schritten her ist’s bisher auch recht grundsätzlich: ggf. die vor-Ort-Skype-Aufnahme von crK importieren, hinten und vorn die Luft wegschneiden, Normalisieren, Komprimieren, Normalisieren, Ausspielen in WAV oder AIFF (für Levelator), Auspegeln (Levelator), Ausspielen in MP3.

Wie schon gesagt, das gesamte Setup und Processing (Verkabelung, Signalwege, Nachbearbeitung) ist noch im Probierstadium. Sobald wir eine taugliche Variante gefunden haben, wird diese hier verbloggt. Für Tipps sind wir aber immer dankbar!

Ganz zum Schluß ein Tipp, den alle Podcaster und Podcastfans sehr wahrscheinlich schon kennen, der hier aber trotzdem nicht unerwartet bleiben soll: Der Lautsprecher. In Kurzform: Tim Pritlove erklärt die ganzen vielen Aspekte des Podcastings. Und zwar Stück für Stück.

Update:

Im Hammer-Blog schreibt Sleazis heute einen Blogpost der inhaltlich eine passende Erweiterung zum Podcast sein könnte. Schaut mal rein!